Freitag, 3. Mai 2013

Meine Bierseife

Der erste Versuch wurde nichts.
Mehr sag ich jetzt nicht dazu.

Den zweiten Versuch zeige ich  hier.
(Dies ist keine Anleitung und kein Rezept zur Herstellung von Seife - es ist eine unvollständige Erzählung.)

Das alkoholfreie Bier kochte ich kurz auf, rührte drin herum, und fror es dann erst einmal ein.

Am Siedetag holte ich die Bierblöcke wieder aus der Gefriertruhe und ließ es antauen.

Ich bereitete die Fette und das NaOH für die Laugenherstellung vor.
 Dann rührte ich das NaOH in das teilgefrorene Bier ein.

Nun hatte ich also links die Fette und rechts die Bierlauge:

...und vermengte beides am Optimaltemperaturpunkt zum Seifenleim.
(davon gibt es kein Foto, denn ich habe nur zwei Hände.)
Die Verseifung begann!
Als ich genug gerührt hatte, 
gab ich die Öl-Duftöl-Mischung dazu.
Das sah im ersten Moment interessant aus:


Schnell rührte ich weiter,
füllte den Seifenbrei in Formen
und übte mich in Geduld.
(Ohne Foto.)

Nach knapp zwei Tagen war die Gelphase
(Reaktionsphase der Seife, die mit Hitzeentwicklung einhergeht)
zuende.

Vorhin holte ich die Seife aus ihrer Isolation
und schnitt sie in Stücke:

Der Seifenbrei, dem ich keinerlei Farbpigmente zusetzte, war während des Siedens goldgelb.
Nun, nach dem Ausformen und Anschneiden,
färben sich die Stücke langsam ins Bräunliche. Das liegt vermutlich an einem der Düfte,
den ich dazugab.

Momentan riecht man die Lauge noch sehr durch meine Beduftung hindurch.

Mir gefällt sie.
Eine Bierseife ohne viel Schnickschnack mit den guten Eigenschaften des Bieres...
Ich lasse sie nun reifen.

Nachtrag:
Die Farbe der Seife nach 9 Stunden:


Bei der Duftkomposition 
spielen  Sandelholz, Patchouli und Vanille
eine Rolle...

Noch ein Nachtrag:
So sieht sie heute morgen - nach 22 Stunden -  aus:



Mal sehen, wie weit das kleine bisschen Vanille-Parfümöl die Seife noch weiter 
zur Dunkelbierseife macht?
Jetzt leg ich sie für ein paar Wochen weg auf´s Lagerregal.
Seifen müssen reifen.

Schlaf gut, Bierseife!






Kommentare:

  1. Habe gerade das Seifenkribbeln und deine Bierseife lässt mich zu neuen Taten aufbrechen... aber erst einmal ohne Bier!
    Heb's guät Brigitte

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  2. Na also, geht doch.......Vielleicht ein Bierlogostempel drauf(;-)
    Sieht nach vielen Stücken aus....

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  3. Da bin ich gespannt, wie das schmecken ööhm ... werden wird. Aussehen tut sie schon mal toll, genau meine Farbe.
    Welches Duftöl Du wohl verwendet hast ? Ich tippe mal in zitroniger Richtung ??
    Liebe Grüße und ein schönes Wochenende wünsche ich Dir
    Joona,
    die sich schon auf den piepsenden Nachwuchs freut. Heute geht es los ....

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  4. Du machst es aber auch spannend :-)
    Jedenfalls verfolge ich die Entstehung der Bier-Seife mit Freuden.

    Liebe Grüße von Anette

    P.S.: ...scharfe Dosen Uhr !

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  5. Na, da hat sich das lange Bier-Rühren aber gelohnt! Sandelholz denke ich passt gut zu einer Bierseife. Ist nicht so süß.
    LG Calendula

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  6. Das sieht ja interessant aus! Woraus man nicht alles Seife machen kann?!
    glg Petra

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  7. Bierseife habe ich auch einmal gemacht, zum Oktoberfest. Anfangs hat das noch richtig gestunken, nicht nur nach Bier. Aber nach der Reifezeit hat man nichts mehr gerochen. Deine sieht richtig puristisch aus. Sandelholz und Patchouli in Kombination mit Bier kann ich mir gut vorstellen. Aber Bier mit VanillePÖ - das finde ich mutig. Ich bin gespannt, wie sich der Duft entwickelt.
    Viele Grüße
    Petra

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  8. Bei der Beduftung wollte ich, dass es zur Seife passt.
    Also herbe Düfte - Patchouli und Sandelholz,
    und für das malzige,süße Aroma, das Bier ja auch hat/haben kann,
    fügte ich noch einen Schuß Vanille dazu.
    Momentan riecht sie auch noch nach Bier und Lauge, aber irgendwie
    auch schon aromatisch und gut.

    Und puristisch passt auch zum Bier, finde ich.
    Sie sollte auch so aussehen, dass man (auch MANN) sie gern benutzt - und nicht nur anschaut.

    Sehr wahrscheinlich landet die Bierseife in meinem offiziellen Seifensortiment.

    @Anette: Ja, die Dosenuhr lieben wir sehr. Sie ist schon sehr lange in unserem Haushalt.
    Vor ca 20 Jahren kaufte ich die mal aus einer Laune heraus auf dem Tollwood-Festival bei München. Da war ein ganzeer Stand voller Dosenuhren!!! Lang ist´s her...und sie tickt immer noch und löst immer wieder entzücktes Erstaunen aus: "Was habt ihr denn da für eine Blechuhr?"

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